Reiki nur mehr für Gesunde
Energetiker dürfen keine Kranken behandeln

Der neue Trend geht immer mehr in Richtung alternative Heilmethoden und wird sehr ausgiebig in Anspruch genommen. Neben Ärzten mit einer zusätzlichen komplementärmedizinischen Ausbildung bieten aber auch viele Laien die Heilung, sei es als Reiki-Meister oder anderen Energiesystemen, an. Nach neuem Gesetz und dazugehörigen Berufsbild zufolge leisten sie eine Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit. 

Außer um energetische Ausgewogenheit geht es hier auch um viel Geld, leicht und einfach verdientes Geld. Auf der einen Seite Menschen, die sich ihre Gesundheit durchaus etwas kosten lassen, auf der anderen Seite Laien, die ihre "Ausbildung" in teuren Wochenend-Crashkursen oder noch schneller und billiger im Auktionshaus erledigt haben. Eine Mischung, die gefährlich werden kann.

Es ist wohl ein freies Gewerbe, es gibt dafür keine Ausbildungsnachweise oder gar anerkannte Richtlinien, keine Qualitätssicherung. Es reicht, einen Gewerbeschein zu lösen und schon kann man Hand anlegen bei Mensch oder Tier. Viele machen es aus Berufung, doch der Großteil als schnelle Einnahmequelle.

Nur für Gesunde, dürfen die Methoden der Esoterik 
zur Wiedererlangung der körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit angewendet werden. 

Solange diese Energetiker ihre Anwendungen auf gesunde Menschen beschränken, und ihre Maßnahmen nur dazu dienen, das Wohlbefinden zu erhöhen, ist das zumindest regelkonform. 

Einer der Verfechter der gesamten Esoterik ist der praktische Arzt und Komplementärmediziner Dr. Christian Plaue, der bei der Wiener Ärztekammer für Komplementärmedizin zuständig ist. Er kritisiert die Esoterik und deren Behandlungsformen.
Viele Esoteriker kennen ihre Grenzen aber nicht, 
es gebe eine nicht geringe Anzahl von Energetikern, die nicht nur ihre gesetzlichen Rahmenbedingungen sondern auch ihre Kompetenzen überschreiten, sagt er, indem sie komplexe Krankheitsbilder, die sie von ihrer Ausbildung her gar nicht erkennen können, trotzdem behandelten. Dabei entsteht das Problem für den Patienten, daß diese nicht differenzieren könne, ob diese Energetiker im Stande sind, diese Dinge zu beurteilen, so der Arzt, der auch in der Eu -Gesundheitsrecht, mitzureden hat.

In Österreich generell verboten, hier gilt der Paragraph der Kurpfuscherei 
Das Gesetz ist unmißverständlich: Esoteriker dürfen keine Diagnosen stellen, keine Kranken behandeln, keine Therapien durchführen. Tun sie es doch, so machen sie sich der Kurpfuscherei schuldig und das ist strafbar. 

 




In Österreich gibt es Tausende schulmedizinisch ausgebildete Ärzte die zusätzlich komplementärmedizinische Therapien mit einer fundierten Ausbildung und Qualitätssicherung anbieten, so soll jetzt auch die Zunft der Energetiker auf eine seriösere Basis gestellt werden, sagt Plaue.

Dazu gebe es jetzt Zertifikate, die eine seriöse Ausbildung mit medizinischen Grundkenntnissen aufweisen, die Ärzte für die Esoterik machen, um denen die Handauflegen wollen ein Basiswissen zu vermitteln. Nur so kann man die schwarzen Schafe ausfiltern. Jemand, der sich freiwillig dieser Ausbildung unterziehe, zeige schon, daß er den Wunsch hat, in eine seriöse Richtung zu gehen. 

Wird dadurch Reiki der Hahn abgedreht - so lange diese Esoteriker ihre Anwendungen auf gesunde Menschen beschränken, und ihre Maßnahmen nur dazu dienen, das Wohlbefinden zu erhöhen, ist das zumindest noch vertretbar.

Ja und nun steht man vor dem Problem der Reikiausbildung, was soll man hier Ausbilden, Handpositionen benötigt man nicht mehr, frei nach Mikao Usui oder nach dem Gesundheitsgesetz. Hier wiederum kann man sich alles sparen und die gesamten Kursunterlagen als Geschichte bringen. Nach dem Gesetz braucht man auch keine Handpositionen für diverse Erkrankungen, weil darf man eh nicht mehr.
Schlimm wird es werden. Viele die wirklich wollen, können, dürfen dann nicht mehr.

Abschließend, soll man da noch ein Reikiseminar veranstalten oder gleich selbst eine Ausbildungslizenz zum Energetiker erlangen.

Traurig aber wahr.