Unterdrückung der Indianer
 

Unterdrückung und Verfolgung der Indianer
 

Die Gier nach dem Indianerland

 
 
Viele der heutigen Probleme zwischen den verschiedenen Indianervölkern und den Vereinigten Staaten von Amerika haben ihren Ursprung in der Indianerpolitik, die die Amerikaner bei ihrer Gründung von den Kolonialmächten übernommen haben.

 

Die Beziehungen zwischen den Indianern und den USA befinden sich in einem fortwährenden Wandel und sind nach wie vor den politischen Zwängen der jeweiligen Zeit unterworfen.

 

Von dem einstigen Land, das von den Ureinwohnern Nordamerikas bei der Ankunft von Kolumbus im Jahre 1492 bevölkert gewesen war, sind in den USA heute nur noch 2,3 % übriggeblieben.

 

Vor allem im 19. Jahrhundert, als die Vereinigten Staaten sich als Nation etablierten, setzte eine verheerende Gier nach Indianerland ein. In der Zeit von 1954 bis 1962 kam es zur Auflösung von mehr als 100 Stämmen. Das allgemeine Elend und die Verzweiflung der Indianer nahmen zu und schlugen allmählich in einen immer massiver werdenden Widerstand der Betroffenen um.

Dieser Widerstand und das zunehmende Selbstbewusstsein der indigenen Bevölkerung, gepaart mit der Aufbruchstimmung der 60er Jahre (Black Power, Anti-Vietnam-Bewegung, Studentenrevolte) führte bei den Politikern erneut zum Umdenken. Angeführt von den allgemeinen Reformplänen des neugewählten US-Präsidenten John F. Kennedy zeichnete sich eine Umkehr der Politik der 50er Jahre ab. Selbstbestimmung wurde zum Ziel der neuen Politik erhoben; die Indianer sollten verstärkte Mitbeteiligung erhalten, wenn es um ihre Belange ging.